Neue Aquamarinvorkommen in Brasilien
Der brasilianische Bundesstaat Minas Gerais liefert Aquamarine aus zwei neuen Vorkommen, die sich in Bezug auf Farbe und Größe deutlich unterscheiden. Aus der Nähe von Padre Paraiso kommen große transparente Kristalle aus denen pastellfarbene, grünlich-blaue Steine von über 100 Karat facettiert werden können. Im Gegensatz dazu liefert die Mine Tatú in der Nähe von Santa Maria de Itabira kleine, intensiv blaue Exemplare die facettiert geschliffen meist deutlich unter 10 Karat wiegen.
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Rubine mit bleihaltigen Gläsern gefüllt
In den letzten Monaten wurden vermehrt große, facettierte geschliffene Rubine auf dem Markt beobachtet, die ein ungewöhnliches Einschlussbild zeigten. Genauere Untersuchungen und weitere Informationen aus dem Handel machten deutlich, dass es sich hierbei um Rubine aus Madagaskar (Vorkommen Andilamena in der Provinz Toamasina) handelt, deren Risse mit einem bleihaltigen Glas gefüllt sind um deren Reinheit zu verbessern.
Das füllen von rissen in Rubinen mit glasartigen Fremdsubstanzen ist schon seit langem bekannt. Allerdings wurde bislang meist Borax als Basis der Glasschmelze verwendet. Bei der neuen Art der Eigenschaftsverbesserung von Rubinen werden die Risse mit einem wesendlich höher lichtbrechenden bleihaltigen Glas gefüllt, was zu einer erheblichen Verbesserung der Einheit führt. Dies muss deshalb auch in Edelsteinnbefundberichten entsprechend gekennzeichnet werden.
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